„Zwei Holzgitter wie Rosenspaliere, dazwischen Schlacke, von innen uns außen mit Lehm
beschmiert“, so beschreibt Bischof Clemens die Wände des Marxer Pfarrhauses, in das er
1991 einzog, nachdem ihm die 47 qm Wohnfläche neben dem Bauplatz für die neue
Kirche von einer ausreisenden Familie zur Verfügung gestellt wurde. Büro, Schlafkammer,
Küche und ein kleines Wohnzimmer, das auch als Gemeinderaum dient… Fließend
Wasser gab es damals noch nicht. Von einer Pumpe an der nächsten Kreuzung musste
es in Behältnissen herangeschafft werden. Die Toilette befand sich - auch bei minus 30
Grad - draußen neben dem Haus. Damals schon bat Bischof Clemens ein großes
Hilfswerk um Unterstützung für die Renovierung. Die Mäuse hatten unter seinem Bett
Löcher durch die Wand gefressen. Im Frühling und im Herbst hörte man die Ratten über
der Zimmerdecke auf dem Dachboden rennen. Heute, fast 20 Jahre später, ist an dem
Gebäude noch immer so gut wie nichts gemacht worden. Der Giebel unter dem
Asbestdach ist verfault und entsprechend baufällig. Es zieht, nicht durch die Fenster,
sondern durch die Risse in den Wänden. „Kinder können ihre Hand in die Ritzen
schieben“, sagt der Bischof.